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BMW Mitarbeiterin Sophia vor einem BMW iX3
04.08.2026

KI verständlich machen:
Wie Sophia die Zukunft des Fahrerlebnisses mitgestaltet.

Künstliche Intelligenz spielt eine wichtige Rolle in der Mobilität von morgen. Sie hilft Fahrzeugen dabei, ihre Umgebung besser zu verstehen, Situationen intelligent einzuordnen und Fahrer:innen gezielt zu unterstützen. Sophia ist Technische Projektleiterin bei der BMW Group und arbeitet an KI-Lösungen für zukünftige Fahrzeuggenerationen. Im Interview spricht sie über ihren Karriereweg, die Arbeit an intelligenten Fahrzeugfunktionen und darüber, warum Neugier und Lernbereitschaft im KI-Umfeld oft wichtiger sind als der perfekte Lebenslauf.

BMW Mitarbeiterin Sophia in einem BMW iX3

Sophia, dein Studium hatte nicht wirklich etwas mit KI zu tun.
Wie bist du in diesen Bereich gekommen?

„Ich habe Druck- und Medientechnik studiert und bin über ein Praxissemester zur BMW Group gekommen. Dort habe ich die Automobilbranche kennengelernt und schnell gemerkt, wie sehr mich technische Themen begeistern. Danach habe ich verschiedene Stationen durchlaufen – von Hardware-Themen über die Fahrzeugentwicklung bis hin zur Projektleitung. Als die Möglichkeit entstand, in den KI-Bereich zu wechseln, habe ich sie sofort genutzt. Das technische Know-How habe ich mir vor allem durch praktische Erfahrungen angeeignet. Ich habe viel von Kolleg:innen gelernt, mich intensiv mit Technologien beschäftigt und vor allem Dinge ausprobiert. Natürlich läuft dabei nicht immer alles perfekt. Aber genau daraus lernt man.“

Heute arbeitest du als Technische Projektleiterin im KI-Umfeld.
Was genau machst du bei der BMW Group?

„Ich arbeite als Projektleiterin für Kontextdatenlayer für Fahrer(-assistenz)funktionen im Fahrzeug. Unser Team beschäftigt sich mit den KI-Layern in zukünftigen Fahrzeugarchitekturen. Vereinfacht gesagt sorgen wir dafür, dass verschiedene Datenquellen intelligent zusammengeführt werden, damit zukünftige Fahrzeugfunktionen Situationen besser verstehen und passende Entscheidungen treffen können.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

„Der Tag startet meistens mit einem gemeinsamen Stand-Up mit meinem Team. Dabei sprechen wir über aktuelle Themen, tauschen uns aber auch über die neuesten Entwicklungen im KI-Bereich aus. Gerade in unserem Umfeld entstehen laufend neue Technologien, Modelle und Frameworks, die wir bewerten und auf ihr Potenzial für die BMW Group prüfen. Anschließend arbeiten wir an technischen Konzepten, diskutieren Architekturen, stimmen uns mit Stakeholdern ab und evaluieren neue Lösungen. Ein großer Teil unserer Arbeit besteht darin, heute schon an den Fahrzeugarchitekturen von morgen zu arbeiten.“

BMW Mitarbeiterin Sophia in einem BMW iX3
Im Bereich KI passiert super viel. Man macht morgens den Rechner auf und es ist schon wieder etwas Neues passiert oder eine neue Innovation auf dem Markt. Da ist es wichtig, immer up-to-date zu bleiben. Ich bin das Bindeglied zwischen den sehr technischen Architekt:innen und den Projektleiter:innen auf der Produktseite. Man verliert nie den Bezug zum Produkt und nie den Bezug zur Technik. Genau das macht diese Rolle so attraktiv.

Wie viel Technik steckt denn in deinem Job?
Und wie viel Projektmanagement?

„Beides. Genau diese Kombination macht meine Rolle besonders spannend. Ich arbeite an der Schnittstelle zwischen Technik und Produkt. Einerseits kümmere ich mich um klassische Projektmanagement-Aufgaben, andererseits begleite ich technische Entscheidungen, unterstütze Explorationsphasen und arbeite eng mit Software-Architekt:innen und -Entwickler:innen zusammen. Ich glaube, solche Rollen werden immer wichtiger. Gerade in Zukunftsfeldern wie KI braucht es Menschen, die sowohl die technische Seite verstehen als auch die Anforderungen an das Produkt im Blick behalten.“

BMW Mitarbeiterin Sophia in einem BMW iX3

Worin zeigt sich eure Arbeit später für die Kundinnen und Kunden?

„Die eigentliche Software sieht man natürlich nicht. Sichtbar werden die Funktionen, die dadurch ermöglicht werden. Besonders spannend finde ich die Entwicklung intelligenter Assistenz- und Fahrfunktionen, die künftig noch besser mit den Nutzer:innen interagieren können. Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist die sogenannte Erklärbarkeit von KI-gestützten Fahrassistenzsystemen. Systeme sollen künftig nicht nur Entscheidungen treffen, sondern diese auch verständlich kommunizieren können. Wenn ein Fahrzeug beispielsweise einen Spurwechsel nicht durchführen kann oder in einer bestimmten Situation anders reagiert als erwartet, möchten Nutzer:innen nachvollziehen können, weshalb.“

BMW employee Sophia in a BMW iX3
Fahrzeuge sollen künftig besser erklären können, welche Informationen sie wahrnehmen, welche Entscheidungen daraus entstehen und welche Möglichkeiten sie bieten. Das schafft Vertrauen zum Fahrzeug.

Wenn du an die Zukunft denkst: Welche intelligente Fahrzeugfunktion würdest du selbst gerne erleben?

„Viele denken beim Thema KI sofort an vollständig autonomes Fahren. Mich begeistert aber tatsächlich noch mehr, dass ein Fahrzeug seine Entscheidungen nachvollziehbar erklärt. Ich möchte verstehen können, warum eine Funktion etwas tut – oder eben nicht tut. Genau das wird aus meiner Sicht das Nutzererlebnis der Zukunft prägen.“

Du arbeitest eng mit Kolleg:innen in Indien zusammen.
Wie sieht diese Zusammenarbeit aus?

„Wir haben im Rahmen von BMW TechWorks India ein Team aufgebaut, das uns bei verschiedenen KI- und Softwarethemen unterstützt. Ich durfte selbst am Recruiting mitwirken und dabei helfen, neue Talente für diese spannenden Aufgaben zu gewinnen. Heute arbeiten wir täglich zusammen – von der Entwicklung neuer KI-Modelle bis hin zu zukünftigen Fahrzeugarchitekturen. Das ist nicht nur fachlich spannend, sondern auch kulturell sehr bereichernd. Die Arbeit in einem internationalen Umfeld zeigt mir jeden Tag, wie wichtig unterschiedliche Perspektiven, Teamarbeit und die Bereitschaft sind, ständig Neues zu lernen.“

Was begeistert dich persönlich am meisten an deiner Arbeit?

„Für mich ist es die Möglichkeit, Innovationen aktiv mitzugestalten. Wir beschäftigen uns jeden Tag mit Technologien, die das Fahrerlebnis der Zukunft prägen können. Gleichzeitig sehe ich, wie aus Ideen reale Funktionen entstehen, die später einen echten Mehrwert für Kund:innen schaffen.“

Was sollten Talente mitbringen,
die ebenfalls im KI-Umfeld arbeiten möchten?

„Natürlich helfen Kenntnisse in Bereichen wie Machine Learning, Softwareentwicklung oder modernen KI-Frameworks. Mindestens genauso wichtig sind aber Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, ständig dazuzulernen. Die KI entwickelt sich extrem schnell. Deshalb sollte man keine Angst davor haben, neue Dinge auszuprobieren oder auch einmal Fehler zu machen.“

BMW Mitarbeiterin Sophia in einem BMW iX3

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