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BMW Software-Architekt Matheus in einem Fahrzeugaufbau im Forschungszentrum
11.08.2026

Zwischen Code und Erlebnis im Auto: Wie Matheus die Zukunft des Passenger Entertainment bei der BMW Group mitgestaltet.

Von Brasilien nach Bayern – und von der Softwareentwicklung direkt ins Fahrzeug. Matheus ist Lead Software Architect im Bereich Passenger Entertainment bei der BMW Group. Seine Leidenschaft für Technologie begleitet ihn seit seiner Kindheit. Heute arbeitet er an den Softwarearchitekturen hinter den digitalen Erlebnissen, die Millionen Kundinnen und Kunden täglich nutzen. Im Interview spricht er über seinen Weg zur BMW Group, moderne Fahrzeugsoftware und warum die Automobilindustrie heute mehr denn je ein spannendes Umfeld für Tech-Talente ist.

BMW Software-Architekt Matheus in einem BMW iX3
Die BMW Group entwickelt heute weit mehr als Fahrzeuge. Wir gestalten digitale Produkte und intelligente Mobilitätserlebnisse für Millionen Menschen weltweit. Wer sich für Embedded Software, Künstliche Intelligenz, Connected Services oder Fahrzeugarchitekturen interessiert, findet hier die Möglichkeit, an realen Serienprojekten mit globaler Reichweite zu arbeiten.

Matheus, erzähl doch ein bisschen was über dich. Wie bist du eigentlich zu BMW gekommen?

„Ich arbeite als Lead Software Architect im Bereich Passenger Entertainment. Ich komme aus Brasilien, habe aber früh den Schritt nach Deutschland gewagt und bereits mit 22 Jahren einen deutsch-brasilianischen Doppelabschluss gemacht. Anschließend absolvierte ich mein Masterstudium in Softwareentwicklung, das ich parallel zwischen Uni und Industrie umgesetzt habe. Dabei entwickelte ich unter anderem die Softwarelogik für ein P3-Hybridfahrzeug, um Verbrauch und Emissionen zu optimieren. Seit 2022 bin ich bei der BMW Group. Neben meiner Arbeit engagiere ich mich seit 2015 ehrenamtlich als Formula Student Judge bei internationalen Wettbewerben in Brasilien, den USA, Großbritannien, Österreich und Deutschland. Ich durfte schon in Projekten auf nahezu allen Kontinenten mitwirken. Autos und Software begleiten mich schon mein ganzes Leben – und genau diese Leidenschaft lebe ich heute bei BMW.“

BMW Software-Architekt Matheus in einem Fahrzeugaufbau im Forschungszentrum

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei dir aus?

„Einen typischen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht – und genau das macht meinen Job so spannend. Ich fungiere als Brücke zwischen Konzept, Entwicklung und unseren Softwarepartnern. Dabei koordiniere ich sowohl die technische als auch die fachliche Planung über verschiedene Plattform- und Softwareebenen hinweg.

Zu meinem Alltag gehören Architekturkonzepte, technische Dokumentation, Code-Reviews und die Zusammenarbeit mit modernen Entwicklungs- und KI-Tools. Gleichzeitig stehe ich im engen Austausch mit internen Stakeholdern sowie internationalen Lieferanten. Diese Kombination aus technischer Tiefe und globaler Zusammenarbeit macht die Rolle besonders abwechslungsreich.“

Welche Funktionen oder Erlebnisse im Fahrzeug beeinflusst dein Team konkret?

„Wir entwickeln die digitalen Erlebnisse, die unsere Kundinnen und Kunden unmittelbar im Fahrzeug wahrnehmen. Dazu gehören das Infotainment-System, Entertainment-Angebote im Fond sowie verschiedene Linux- und Android-basierte Plattformen.

Ich verantworte dabei sämtliche On- und Offboard-SomeIP-Schnittstellen im Bereich Passenger Entertainment. Vereinfacht gesagt sorgen diese Technologien dafür, dass Inhalte und Dienste zuverlässig, sicher und nahtlos im Fahrzeug verfügbar sind. Ob Musikstreaming, Videowiedergabe oder Navigation – hinter vielen dieser Funktionen steckt auch die Arbeit unseres Teams.“

BMW Software-Architekt Matheus vor einem Testrack
Mich fasziniert vor allem die Verbindung aus technologischer Komplexität und großer Wirkung. Wir entwickeln Systeme, die weltweit von Millionen Menschen genutzt werden. Wenn jemand in einem BMW Musik hört, Videos schaut oder das Navi nutzt, steckt ein Stück meiner Arbeit dahinter.

Was begeistert dich persönlich an deiner Arbeit am meisten?

„Mich fasziniert vor allem die Verbindung aus technologischer Komplexität und großer Wirkung. Wir entwickeln Systeme, die weltweit von Millionen Menschen genutzt werden. Diese Verantwortung motiviert mich jeden Tag aufs Neue. Gleichzeitig arbeite ich mit Teams aus ganz Europa und koordiniere Projekte mit Partnern auf der ganzen Welt. Die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen machen die Zusammenarbeit nicht nur spannender, sondern führen auch zu besseren Lösungen.“

Was macht die Entwicklung von Software im Automobilumfeld besonders spannend?

„Im Automobilbereich müssen Softwarelösungen höchsten Ansprüchen genügen. Sie müssen leistungsfähig, zuverlässig und sicher sein – ohne Kompromisse. Dabei arbeiten wir mit modernsten Technologien wie Android Automotive OS, Embedded Linux, AUTOSAR Adaptive, QNX-Hypervisoren oder CI/CD-Pipelines. Es ist derselbe moderne Technologie-Stack, den man aus der Softwarewelt kennt – allerdings mit den zusätzlichen Anforderungen eines sicherheitskritischen Produkts. Genau diese Kombination aus Innovation und Präzision macht die Branche für mich so besonders.“

BMW Software-Architekt Matheus in einem BMW iX3

Hattest du Vorurteile gegenüber BMW?

„Wie viele andere hatte ich zunächst das Bild eines eher klassischen Automobilherstellers vor Augen. Umso positiver war ich überrascht, wie stark die BMW Group auf moderne Softwarearchitekturen und agile Arbeitsweisen setzt.

Wir arbeiten mit State-Of-The-Art-Technologien, einer offenen Fehlerkultur und einer sehr professionellen Zusammenarbeit zwischen internen Teams und externen Partnern. Die Bedeutung von Software ist in super vielen Bereichen der Organisation spürbar – und genau das macht das Arbeitsumfeld so attraktiv.“

Die BMW Group ist längst mehr als ein Automobilhersteller – sie ist ein Technologieunternehmen, das Mobilität neu definiert.

Warum ist die BMW Group aus deiner Sicht ein spannender Ort für Menschen, die an KI und Software arbeiten möchten?

„Die BMW Group entwickelt heute weit mehr als Fahrzeuge. Wir gestalten digitale Produkte und intelligente Mobilitätserlebnisse für Millionen Menschen weltweit. Wer sich für Embedded Software, Künstliche Intelligenz, Connected Services oder Fahrzeugarchitekturen interessiert, findet hier die Möglichkeit, an realen Serienprojekten mit globaler Reichweite zu arbeiten. Gleichzeitig fördert das internationale Umfeld den fachlichen Austausch und eröffnet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.“

Was sollten Bewerberinnen und Bewerber mitbringen, um in deinem Bereich durchzustarten?

„Eine solide technische Grundlage ist wichtig. Besonders hilfreich sind Erfahrungen mit Android, Linux, Embedded Systems oder AUTOSAR. Kenntnisse in Programmiersprachen wie C/C++, Java oder Kotlin sowie Erfahrungen mit modernen Entwicklungstools und CI/CD-Prozessen sind ebenfalls von Vorteil.

Mindestens genauso wichtig ist jedoch die persönliche Einstellung. Neugier, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge verständlich zu kommunizieren, spielen eine zentrale Rolle. Wer Verantwortung übernehmen möchte, gerne in internationalen Teams arbeitet und Freude daran hat, sichtbare Produkte mitzugestalten, findet bei uns hervorragende Möglichkeiten.“

BMW Software-Architekt Matheus in einem Fahrzeugaufbau im Forschungszentrum
BMW Software-Architekt Matheus in einem Fahrzeugaufbau im Forschungszentrum

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