Ines arbeitet im Bereich Forschung und Entwicklung bei BMW mit Schwerpunkt auf Hochvolt‑Batterietechnologie. Im März 2025 ist sie dafür von Kanada nach Deutschland gezogen und hat ihre Tätigkeit in München aufgenommen. Ihr Interesse an der Batterieentwicklung entstand durch den Austausch mit Wissenschaftler:innen bei BMW, die in diesem Bereich tätig sind und Einblicke in ihre Arbeit gegeben haben. In diesem Interview erzählt Ines, wie sie dieser Weg zur BMW Group geführt hat, was sie in ihrer täglichen Arbeit motiviert und was es für sie bedeutet, die Mobilität der Zukunft im Umfeld der Batterieforschung bei BMW mitzugestalten.
Im Gespräch mit Ines über ihren Einstieg bei der BMW Group,
ihren Umzug nach Deutschland und die Arbeit in der F&E für Batterietechnologie.
Was liebst du an deinem Job?
und gibt es etwas, das du hasst?
„Was ich an meinem Job am meisten schätze, ist die Kombination aus spannenden, wirkungsvollen und internationalen Projekten und einem gesunden, unterstützenden Arbeitsumfeld. Ich arbeite an Themen, die wirklich relevant für die Mobilität der Zukunft sind – und das in einem Umfeld mit Kolleg:innen und Führungskräften, das von Vertrauen und echter Zusammenarbeit geprägt ist. Für mich fühlt sich das wie das Beste aus zwei Welten an: eine Tätigkeit, die mir große Freude macht, in einem Arbeitsumfeld, das Menschen dabei unterstützt, ihr Potenzial voll zu entfalten.
Herausfordernd kann zu Beginn vor allem die Arbeit in einem so großen Unternehmen sein. Mir ist bewusst, dass ich nie jeden BMW Standort besuchen oder allen Kolleg:innen persönlich begegnen werde. Doch daran gewöhnt man sich – und genau diese Größe und internationale Vernetzung machen es überhaupt erst möglich, Projekte mit dieser Reichweite und Bedeutung umzusetzen.“
Wie würdest du deinen Großeltern erklären,
was du beruflich machst?
„Ich würde ihnen erklären, dass sie mit Autos groß geworden sind, die von Verbrennungsmotoren angetrieben werden und einen Tank für Benzin oder Diesel haben. Heute arbeiten wir daran, Fahrzeuge umweltfreundlicher und effizienter zu machen, indem wir batterieelektrische Autos entwickeln. Anstelle eines Tanks nutzen diese Fahrzeuge Batterien – und genau an diesen Batterien arbeite ich. Meine Aufgabe ist es, sie kontinuierlich weiterzuentwickeln, leistungsfähiger, effizienter und vor allem nachhaltiger zu machen.“
Wie würdest du dein Team beschreiben?
„Das Team, in dem ich arbeite, ist wirklich großartig. Es vereint ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, Erfahrungen und Perspektiven – und genau das macht unsere Zusammenarbeit so inspirierend und wirkungsvoll. Einige Kolleg:innen sind, so wie ich, erst vor Kurzem zu BMW gekommen, andere bringen langjährige Erfahrung aus ganz verschiedenen Bereichen des Unternehmens mit. Diese Mischung sorgt für ein starkes Zusammenspiel aus frischen Ideen und fundiertem Know‑how.
Da Batterietechnologie ein noch junges und sehr dynamisches Feld ist, kommen die Teammitglieder aus unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen. Jede:r bringt eigene Stärken ein, und es gibt eine ausgeprägte Kultur des gegenseitigen Lernens. Besonders schätze ich, dass die Zusammenarbeit immer auf Augenhöhe stattfindet – unabhängig von Hintergrund oder Karriereweg. Diese Offenheit und der gegenseitige Respekt schaffen ein Arbeitsumfeld, das sowohl unterstützend als auch enorm motivierend ist.“
Hast du an der Neuen Klasse mitgearbeitet?
Was begeistert dich daran am meisten?
„Ich bin im März letzten Jahres bei BMW gestartet, sodass ein Großteil der grundlegenden Arbeit an der Neuen Klasse bereits geleistet war. Doch Entwicklung endet nie. Mein bisheriger Beitrag lag vor allem in der Validierung von Batteriematerialien und darin, sicherzustellen, dass alles miteinander abgestimmt ist, um die Produktion planmäßig voranzubringen. Schon in dieser Phase Teil des Projekts zu sein, war für mich eine ganz besondere und spannende Erfahrung.
Besonders beeindruckt hat mich die Energie rund um das Projekt. Über alle Teams hinweg war eine enorme Motivation und ein starkes Commitment spürbar – man hat deutlich gemerkt, welche Bedeutung dieser Moment für das Unternehmen hat. Am meisten begeistert mich an der Neuen Klasse, wofür sie steht: für eine neue Ära der Elektrifizierung, ohne dabei die Freude am Fahren aus den Augen zu verlieren. Es geht nicht nur um ein einzelnes Fahrzeug, sondern um den Start einer ganzen Fahrzeuggeneration. Teil dieser Entwicklung zu sein, erfüllt mich mit großer Freude.“
Wie war es für dich, von Kanada nach Deutschland zu kommen?
Und hat dich BMW während des gesamten Prozess unterstützt?
„BMW hat mich während meines gesamten Umzugsprozesses enorm unterstützt. Der Schritt von Kanada nach München wäre ohne diese Hilfe deutlich herausfordernder gewesen – vor allem, wenn man sich ohne Sprachkenntnisse durch die deutsche Bürokratie arbeiten muss. Ich wurde bei allen wichtigen Themen begleitet, von der Wohnungssuche bis hin zur Eröffnung eines Bankkontos und der Beantragung meiner Steuernummer – bei der ich ehrlicherweise bis heute nicht ganz sicher bin, wofür man sie eigentlich braucht. Zu wissen, dass BMW in jeder Phase an meiner Seite war, hat den Einstieg deutlich erleichtert und mir ermöglicht, mich ganz auf meine neue Aufgabe zu konzentrieren.“
Gab es einen Moment, der dir gezeigt hat,
dass BMW der richtige Ort für dich ist?
„Ja, es gab sehr früh einen Moment, der mir gezeigt hat, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Bereits während meines Onboardings war alles hervorragend organisiert und lief reibungslos, sodass ich mich sofort gut aufgehoben gefühlt habe. Meine Führungskraft und das gesamte Team haben mich vom ersten Tag an stark unterstützt. Unabhängig von Rolle oder Hierarchie – von direkten Kolleg:innen über meine Vorgesetzten bis hin zu erfahrenen Führungskräften – alle haben sich Zeit genommen und waren für mich da. Dieses offene Willkommen hat mir direkt gezeigt, dass BMW der richtige Ort für mich ist.“
Welche Entwicklung in der Batterietechnologie
findest du persönlich am spannendsten – und warum?
„Batterietechnologie ist aktuell unglaublich spannend, weil sich das Feld sehr schnell und in vielen Bereichen gleichzeitig weiterentwickelt. Es handelt sich um ein äußerst dynamisches und globales Thema, bei dem Expert:innen in Nordamerika, Asien und Europa gemeinsam an einem Ziel arbeiten: Batterien leistungsfähiger, effizienter und nachhaltiger zu machen. Durch meinen Hintergrund in der Materialwissenschaft faszinieren mich besonders die Fortschritte bei Kathoden‑ und Anodenmaterialien. In diesem Bereich passiert derzeit sehr viel – und genau diese Entwicklungen haben einen direkten Einfluss auf Leistungsfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit von Batterien.“
Was motiviert dich in einem so anspruchsvollen Arbeitsfeld?
„Was mich in einem so anspruchsvollen Arbeitsfeld motiviert und neugierig hält, ist vor allem das Bewusstsein dafür, wie wichtig unsere Arbeit ist. Hinter allem, was wir tun, steht ein klares Ziel – und genau das verleiht unserer Arbeit Sinn. Batterien zeitnah und gleichzeitig nachhaltig zu entwickeln, von der Rohstoffgewinnung über das Zelldesign bis hin zur Serienproduktion, ist dabei ein entscheidender Faktor.
Wenn man das in den größeren Zusammenhang von Klimawandel, globaler Erwärmung und den aktuellen globalen Herausforderungen einordnet, wird sehr deutlich, warum diese Arbeit von Bedeutung ist. Zu wissen, dass unser Beitrag eine nachhaltigere Mobilität ermöglicht und weltweit etwas bewirken kann, treibt mich an und motiviert mich jeden Tag aufs Neue.“